Warum Stammzellen aus Nabelschnurblut?

 Ein Projekt der

Sternstunden e.V.

Trotz mehrerer Millionen registrierter Stammzellspender weltweit finden wir auch heute für etwa 25–30 % der Patienten keinen geeigneten Spender, d.h. die lebensrettende Transplantation bleibt diesen Menschen verwehrt.

Stammzellen aus Nabelschnurblut stellen heute eine Alternative mit ständig wachsender Bedeutung dar und bieten diesen Patienten eine neue Hoffnung. Insbesondere das geringe Infektionsrisiko wie auch die immunologische Toleranz dieser Zellen sind wichtige Argumente für deren Anwendung. Die Gefahr des nachträglichen Verlustes eines Spenders besteht hier nicht, da die Präparate – einmal hergestellt – unbefristet in speziellen Tanks aufbewahrt werden können und kurzfristig einsetzbar sind.

Eine besonders interessante Strategie für die Transplantation ist der gleichzeitige Einsatz von zwei Nabelschnurblutpräparaten, insbesondere bei erwachsenen Patienten, bei denen die übliche Gesamtzellzahl eines Präparates nicht genügen würde.

Unter Downloads für Ärzte finden Sie einige interessante Literaturstellen.

 


Eigene Erfahrungen

Schon im Jahr 2000 wurde mithilfe eines Präparates der Stiftung das erste Kind in Bayern an der Universitätskinderklinik in München mit dem Nabelschnurblut seines neugeborenen Geschwisters erfolgreich transplantiert.

Inzwischen liegen sehr positive Ergebnisse weiterer Transplantationen auch erwachsener Patienten mit Stammzellen aus Nabelschnurblut  vor.

Unser größtes Problem derzeit ist aber die Finanzierung. Aufgrund der Tatsache, daß Nabelschnurblut als Fertigarzneimittel eingestuft wurde, müssen wir alle Untersuchungen, die bei normalen Spendern erst sukzessive und bei Bedarf durchgeführt werden können, sofort veranlassen und können erst dann das Präparat in die weltweiten Register melden.

Dadurch entstehen durch Transport, die aufwändige Verarbeitung und Diagnostik sowie die Lagerung Kosten, die bei etwa 1000 EUR je Präparat liegen.

Diese Kosten werden  von der Krankenversicherung nicht übernommen und auch staaatliche Förderung hat sich bis jetzt  für dieses lebenswichtige Projekt nicht finden lassen, anders als in anderen Europäischen Ländern, in denen die Bedeutung dieses Vorhabens erkannt wurde und nachhaltige Unterstützung beim Aufbau dieser Banken gewährt wird.

 Daher suchen wir dringend Sponsoren oder Förderer .

Wir grenzen uns in unserem Vorhaben allerdings eindeutig von Firmen ab, die dieses Gebiet  benutzen, um mit den Sorgen werdender Eltern Geschäfte zu machen - mehr dazu unter Einlagerung fürs eigene Kind.

 
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